Der Fastnachtdienstag

In Deutschland kennt nahezu jeder das beliebte und vor allem bei den Kindern, aber auch bei den Erwachsenen verbreitete Fest „Fasching“ oder „Karneval“.
Es wird gefeiert, Erwachsene und Kinder verkleiden sich und haben Spaß. Doch es geht bei Fasching oder Karneval nicht nur um die Verkleidungen und den Spaß.

Denn es steckt auch ein geschichtlicher Hintergrund hinter der gesamten Karnevalszeit. Karneval wird nicht nur an einem bestimmten Tag gefeiert, sondern streckt sich über mehrere unterschiedliche Tage, welche jeweils anders bezeichnet werden. So ist einer der Tage, welcher unter die Zeit des Karnevals fällt, der Fastnachtsdienstag.

Karneval

Karneval

Was ist der Fastnachtsdienstag?

Wie man sich bereits an dem Namen dieses Tages denken kann, fällt dieser Tag in der Karnevalszeit auf einen Dienstag und findet mitten im Karneval statt. Er gehört somit fest zu dem Treiben des Karnevals dazu und wird von den Menschen, welche Karneval feiern gehörig und angemessen zelebriert.

Unter welchen Namen ist der Fastnachtsdienstag noch bekannt?

Es gibt einige Menschen, welchen der Name Fastnachtsdienstag nicht viel sagen wird. Somit können sich diese auch oft nicht viel darunter vorstellen. Das liegt aber unter anderem an der Tatsache, dass diese Tag in der Karnevalszeit in den unterschiedlichen Regionen und auch in den unterschiedlichen Ländern der Welt anders genannt wird. Namen unter welchen der Fastnachtsdienstag unter anderem noch bekannt ist, sind:

  • Faschingsdienstag
  • Karnevalsdienstag
  • Veilchendienstag

Somit hat jede Region und auch jedes Land eine andere Bezeichnung für diesen Tag in der Karnevalszeit.

Die Bedeutung des Fastnachtsdienstages

Der Fastnachtsdienstag ist der Tag in der Karnevalszeit, welcher diese bezeichnet. Es ist also der letzte Tag in der Karnevalszeit und der letzte Tag, an welchem man sich zum letzten Mal, im Ramen der Fastenzeit verkleiden kann.
Der Fastnachtsdienstag folgt dabei auf den Rosenmontag.
Doch das ist nicht nur die einzige Funktion, welche dem Fastnachtsdienstag zugesprochen wird.

Dieser ist nicht nur dafür verantwortlich die Karnevalszeit zu beenden, sondern gleichzeitig läutet dieser auch die Fastenzeit ein.
Denn die Fastenzeit beginnt an dem Aschermittwoch, welcher direkt auf den Fastnachtsdienstag folgt und somit die Fastenzeit beginnen lässt.

Genau aus diesem Grund ist der Fastnachtdienstag nicht einfach nur ein beliebiger Tag innerhalb der Fastenzeit, sondern er ist ein sehr wichtiger und bedeutender Tag im Brauchtum. Aus diesem Grund wird dieser auch angemessen zelebriert und es wird diesem Tag eine besondere Bedeutung zugesprochen.

Der Höhepunkt

Durch seine vielen Funktionen und seine Bedeutung innerhalb des Brauchtums, wird der Fastnachtsdienstag in einigen Regionen als Höhepunkt der Karnevalszeit angesehen.

Internationale Bedeutungen des Fastnachtsdienstags

Der Fastnachtsdienstag ist unter anderem auch international bekannt. Natürlich kennt man diesen dort nicht als Fastnachtsdienstag, sondern unter anderen Namen.
So ist dieser unter anderem als

  • Mardi Gras, also zu Deutsch „fetter Dienstag“
  • Shrove oder
  • Pancake Tuesday

bekannt.

Bräuche

Es gibt sehr viele unterschiedliche Bräuche, welche an dem Fastnachtdienstag zelebriert werden. Einige dieser Bräuche, mit welchen die Nacht zum Aschermittwoch um Mitternacht die Karnevalszeit für das Jahr beendet wird unter anderem durch

  • Nubbelverbrennung und
  • Die symbolische Beerdigung des Karnevals

zelebriert.

Der Hintergrund der Karnevalszeit

Wie bereits erwähnt und auch erklärt wurde, feiern die Menschen nicht nur aus Jux und Tollerei den Fastnachtsdienstag, sondern es gibt einen geschichtlichen Hintergrund, welcher dafür verantwortlich ist, dass der Fastnachtsdienstag als ein Tag in der Karnevalszeit gefeiert wird.

Die frühere Bezeichnung

Der Fastnachtsdienstag war nicht immer unter diesem Namen bekannt. Bevor dieser diesen Namen bekam, war dieser als „Beichtdienstag“ bekannt. Das kommt daher, dass dieser Tag und die Karnevalszeit ursprünglich eine andere Bedeutung hatten. Auf diese deutet der ursprüngliche Name besser hin als der Name, unter welchem der Tag in der heutigen Zeit bekannt ist.

Denn ursprünglich war der Fastnachtsdienstag dafür da, sich durch ein vierzigstündiges Gebet und durch eine ebenso wichtige geistliche Vorbereitung auf die Fastenzeit vorzubereiten, welche an dem darauffolgenden Tag – dem Aschermittwoch – beginnt.
Zudem bat man an diesem Tag um die Vergebung der Sünden, welche man in der Zeit des Karnevals begangen hat.

Der Ursprung der Bräuche

Viele Bräuche, welche auch heute noch zelebriert werden, finden ihren Ursprung in der damaligen Fastenordnungen und in den damit verbundenen Speisevorschriften.
Während man heute selbst wählt, ob man die Fastenzeit für sich anwenden möchte und, wenn ja, auf was man in dieser verzichten möchte, gab es früher festgelegte bestimmte Dinge, welche in der Fastenzeit verboten waren.

Genau diese Zutaten wurden dafür zu Hauf in der Karnevalszeit gegessen, bevor man dann für eine längere Zeit auf diese verzichten musste.
Zu den und der Fastenzeit verbotenen Speisen gehören dabei unter anderem Eier und fettreiche Speisen.

Da man diese Speisen deshalb am Fastnachtsdienstag zu sich nahm, wird dieser in unterschiedlichen Regionen Deutschlands und in anderen Länder der Welt als „fetter Dienstag“ bezeichnet. Das ist in

  • Den vereinigten Staaten
  • Frankreich
  • Italien
  • Schweden und
  • Im Saarland

der Fall.
Oft finden an diesem Tag Umzüge statt, an welchen Erwachsene und Kinder zusammen den Karneval mit Musik und Spaß verabschieden.
Diese Umzüge gestalten sich, je nach den Regionen, in welchen diese stattfinden, unterschiedlich und werden mit den diversen Bräuchen der Regionen und auch der Länder gefüllt. So kann man an den unterschiedlichsten Orten Deutschlands oder der Welt auf jeweils eine andere Art die Verabschiedung der Karnevalszeit feiern.